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1.Treffen 2011

Vom alten Drahtesel bis zur Edelkarosse ist alles dabei

Schwarzwälder-Bote, vom 12.08.2011 19:00 Uhr

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Motorräder aus allen Epochen gab es beim Oldtimertreffen in Garrweiler zu sehen. Das älteste Zweirad war Baujahr 1926. Foto: Sannert Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Doris Sannert

Altensteig-Garrweiler/Grömbach. 240 Oldtimer-Traktoren, Lastwagen, Unimogs, Autos, Motorräder und Fahrräder gab es beim ersten Oldtimerfest in Garrweiler zu sehen. Pokale wurden für die weiteste Anreise und an die Besitzer der ältesten Fahrzeuge verteilt. Eigentlich sollte das Fest, zu dem die Oldtimerfreunde aus Garrweiler, Grömbach, Ebhausen, Hochdorf, Simmersfeld-Beuren, Martinsmoos, Wörnersberg und Fluorn-Winzeln zusammen mit der Feuerwehrabteilung Garrweiler eingeladen hatten, um 17 Uhr beginnen.

Doch bereits ab 14 Uhr trafen mehr und mehr Oldtimerfreunde mit ihren seltenen Vehikeln auf dem Festgelände ein. Am Abend sorgten die Sweethearts mit ihrem Comeback und Wolfgang Klasen mit Mundharfe und Akkustikgitarre im Zelt für ausgelassene Stimmung. Und weil’s so schön war, traten die Sweethearts am nächsten Tag gleich noch einmal auf.

Schon am frühen Morgen trafen weitere Oldtimer ein. Den ganzen Tag über konnten sie bestaunt werden. Raritäten wie eine Holz-Draisine gesellten sich zu den alten Drahteseln aus den 1920er- und 1930er-Jahren, die Seite an Seite mit Fahrrädern aus der Zeit bis 1960 standen. Auch bei den Motorrädern gab es seltene Exemplare wie die drei Oldtimer der Standardwerke Ludwigsburg, Baujahr 1926 bis 1929. Ab und an drehte ein NSU-Kettenkrad aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Festgelände seine Runden und fuhr an den zehn Vorkriegsautomobilen, darunter ein Peugeot, Baujahr 1926, ein Opel sowie ein Ford aus den Jahren 1931 oder ein Mercedes Benz Cabrio, Baujahr 1936, vorbei.

Wer wollte, konnte auf einem vom Oldtimertraktor gezogenen Wagen mitfahren oder in einem handbetriebenen Krankenfahrstuhl über das Festgelände rollen. Für Aufsehen sorgte auch ein motorisiertes Mostfass. Alte Traktoren gab es haufenweise zu sehen, mal ohne mal mit Anhänger. Selbst ein alter Schäferwagen und ein Langholzanhänger waren darunter. Nachdem der Sheriff mit der Peitsche den gesuchten DKW-Joe aus Beuren eingefangen und sicher im Zelt angekettet hatte, verteilten die Oldtimerfreunde zahlreiche Pokale. Das historische Radrennen gewann der zehnjährige Jens Bruckner aus Bondorf. Den Pokal für die weiteste Anreise holten sich die Oldtimerfreunde aus Stollberg im Erzgebirge. Sie fuhren 580 Kilometer weit mit ihrem IFA-LKW S4000-1 aus dem Jahr 1958 bis nach Garrweiler.

Pokale gab es zudem für Peter Seeger aus Freudenstadt für das älteste Auto, einen Peugeot, Baujahr 1926, für Alfred Stierle aus Merklingen im Würmtal und sein Motorrad der Marke Klotz aus dem Jahr 1926 und für Fritz Finkbeiner aus Seewald-Besenfeld, der mit dem ältesten Bulldog, Baujahr 1928, angereist war. Auch der älteste Teilnehmer, Ernst Lang aus Gechingen, wurde geehrt. Der 79-Jährige war in einem Adenauer-Mercedes, Baujahr 1958, zum Fest gekommen.

 

 

 

Altensteig (Württ.)Ihre Leidenschaft gehört Motorrädern

Schwarzwälder-Bote, aktualisiert am 12.03.2011 um 12:40 Uhr

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Motorräder aus den 1970er Jahren haben es ihnen angetan. Regelmäßig treffen sich die Oldtimerfreunde (von links) Kurt Rothfuß, Jürgen Prunner, Joachim Aichele, Walter Sackmann und Stefan Seeger in Garrweiler, um alten Fahrzeugen neues Leben einzuhauchen. Unser Bild zeigt sie mit Ortsvorsteher Helmut Tausch (Vierter von links) und John Samuel Seeger (vorne). Foto: Sannert Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Doris Sannert Altensteig-Garrweiler. 37 Motorräder, fünf Traktoren und drei Autos gehören zum Fuhrpark der Oldtimerfreunde, die sich regelmäßig in ihrer Werkstatt in Garrweiler treffen. Ihre Schätze wollen sie erstmals im August bei einem Oldtimertreffen zeigen.Kurt Rothfuß gehört die Werkstatt in der Schulgasse 2, die in den Wintermonaten jeden Samstagnachmittag Treffpunkt der Oldtimerfreunde ist. Zu ihnen gehören Walter Sackmann aus Garrweiler, Joachim Aichele aus Grömbach, Stefan Seeger aus Simmersfeld-Beuren und Jürgen Prunner aus Fluorn-Winzeln.

Seit 1972 sind die Fünf miteinander befreundet. Damals trafen sie sich mit ihrer Motorrad-Clique zu gemeinsamen Ausfahrten. Als sie dann Familien gründeten und andere Dinge als Motorradfahren im Mittelpunkt standen, verloren sich die Freunde für eine Weile aus den Augen. Ihre Leidenschaft für Oldtimer aller Art führte sie in Garrweiler jedoch wieder zusammen.

Inzwischen haben sie unzählige Motorräder für den Eigenbedarf wieder fahrtüchtig gemacht. Viele davon haben sie in völlig verrostetem Zustand gekauft. Alles musste gereinigt und vom Staub der Zeit befreit werden. Defekte Einzelteile galt es zu ersetzen, und was der Markt nicht mehr hergab, fertigten die Oldtimerfreunde einfach selbst an. Schließlich sind sie von Berufs wegen nahezu alle vom Fach. Am Ende folgte das Lackieren in Originalfarbe. So haben sie eine 350 Four Honda ebenso zu neuem Leben erweckt wie auch eine 500 Four Honda, mehrere BMWs und Ducatis. Der Schwerpunkt liegt auf Motorrädern aus den 1970er Jahren. Besonders stolz sind die Freunde auf ihre "Schütthoff" Baujahr 1930. Über deren Restaurierung haben sie sogar einen eigenen Film gedreht, den man bei youtube.com ansehen kann, und die Werkstatt ziert Jahr für Jahr ein eigener Oldtimer-Kalender.

Doch nicht nur Motorräder verlassen die Hobbywerkstatt in Garrweiler wieder fahrtüchtig und in neuem Glanz. Auch ein alter Lanz-Bulldog wurde dort wieder gerichtet. Prunkstück ist jedoch der "Horch" aus dem Jahr 1932. Ihn haben die Fünf als Restaurationsobjekt entdeckt und sogleich gekauft. In unzähligen Arbeitsstunden abends und an Wochenenden wurde der Oldtimer mit vereinten Kräften wieder fahrtüchtig gemacht. Zweieinhalb Jahre hat es gedauert, bis er aus eigener Kraft die Werkstatt verlassen und die ersten Runden durch Garrweiler drehen konnte. Kurt Rothfuß hat ihm ein kleines Museum gleich neben der Werkstatt gebaut. Dort steht er, wenn er nicht gerade Brautpaare chauffiert, neben einigen Motorrädern.

Im Winter wird geschraubt, im Sommer gemeinsam gefahren. Mit ihren historischen Motorrädern sind die Freunde auch regelmäßig bei Oldtimertreffen zu Gast. Beim Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten kam immer wieder der Vorschlag: "Macht doch selber mal was!" Und so entstand die Idee für ein erstes Oldtimertreffen in Garrweiler, bei dem die Fünf tatkräftig von der Feuerwehrabteilung unterstützt werden. Am 6. und 7. August soll es soweit sein. Dann werden allerlei historische Fahrzeuge wie Motorräder, Traktoren, Autos und selbst alte Krankenfahrstühle durch den Ort rollen. Die schönsten wollen die Oldtimerfreunde prämieren

Flyerd Druck_pit. Herunterladen des Faltblatt für unser Oldtimertreffen PDF 8,12 MB

 

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